Im Familienbett

Vor- und Nachteile beim Co-Sleeping

Alle in einem? Die Entscheidung fürs gemeinsame Familienbett ist eine sehr persönliche Entscheidung. Die Vor- und Nachteile des sogenannten Co-Sleepings sind zahlreich. In einigen Kulturen ist das Familienbett eine traditionelle Praxis, die seit Generationen weitergegeben wird und als natürliche Art des Schlafens angesehen wird. Manche Eltern finden außerdem, dass sie selbst besser schlafen, wenn ihre Kinder im Bett bei ihnen liegen, da diese sich so automatisch sicherer und geborgener fühlen. Andere Eltern befürchten jedoch auch, dass das Familienbett dazu führen kann, dass ihr Nachwuchs langfristig abhängig wird und später Schwierigkeiten hat, allein im eigenen Bett zu schlafen.

Praktische Nähe zum Baby während der Nachtruhe

Im Familienbett wird die enge Bindung zum Kind während der Nacht aufrechterhalten und gefördert. Es fühlt sich dadurch sicher und geborgen und wird so am Ende schneller selbstständig. Eltern bekommen dazu in der Nacht besser mit, was das Kleine benötigt und können adäquat reagieren. Ein Baby schreit so automatisch weniger, da seine Bedürfnisse unmittelbar wahrgenommen und beantwortet werden. Gerade der Babyschlaf benötigt oft noch die Unterstützung der Eltern – etwa durch leises Reden, Handauflegen oder Wenden. Stillen und Füttern können ebenfalls effektiver gehandhabt werden. Durch die schnellere Reaktionsmöglichkeit hat das Kind schlichtweg weniger Zeit sich in Rage zu schreien.

Risiken für Säuglinge und Kleinkinder im Familienbett

Das Familienbett kann jedoch auch Sicherheitsrisiken für Säuglinge und Kleinkinder darstellen, insbesondere das Risiko des Erstickens oder Überrollens durch die Eltern. Deshalb sollte immer genügend Platz vorhanden sein. Normalerweise rechnet man hier mit mindestens 80 cm Breite pro Person, damit sich alle wohlfühlen. Wichtig ist, dass die Babyseite entweder direkt an der Wand steht oder mit einem Herausfallschutz gesichert ist. Ein Familienbett kann zu häufigen Schlafunterbrechungen führen, da Kinder oft unruhig sind und sich bewegen, was den Schlaf der Eltern beeinträchtigen kann. Beeinträchtigt wird auch die eheliche Privatsphäre, da es im Familienbett schwieriger ist, Zeit für intime Beziehungen zu finden.